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Seilbagger W 320

Mit über 100 Tonnen war der W 320 der größte luftgesteuerte Seilbagger im Angebot der Weserhütte. 49 dieser mächtigen Maschinen - darunter der letzte Bagger unter dem Namen Weserhütte - wurden verkauft.

Der größte mechanische Seilbagger im Sortiment war der 1976 eingeführte W 320. Zugleich war dieser Typ der letzte, der überhaupt gebaut wurde. Die Firma Nyblad, heute noch Ersatzteilhändler und Fachwerkstatt für die Marke Weserhütte, lieferte auf spezielle Kundenwünsche noch 1995 und 1997 vier Exemplare dieses Baggers für ausländische Kunden. Sie besaßen den 1986 noch von Weserhütte eingeführten eckigen Oberwagen. Der Oberwagen des W 320 war bei der Markteinführung 1976 nicht neu entwickelt worden. Stattdessen hatte man den des W 270 übernommen und ein neu konstruiertes Fahrwerk darunter gesetzt. Durch die Austauschbarkeit wurde später ein W 270 durch Verwendung eines neuen W 320-Unterwagens zum W 320 umgebaut. Aufgrund seiner Größe und seines Gewichts von über 100 Tonnen wurde der W 320 hauptsächlich an Unternehmen verkauft, die den Bagger nicht oft umsetzen müssen. Technische und optisch gut sichtbare Besonderheit des W 320 war der Antrieb des Fahrwerks über außen liegende Rollenketten. Diese z.B. in den USA verbreitete Bauart wurde in Deutschland so gut wie nicht angewendet, obwohl die Weserhütte in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre auch den W 3 Pionier wahlweise mit Rollenketten-Antrieb anbot.

 
Seilbagger W 320
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1 2  Dieser W 320 - der erste seines Typs aus dem Jahr 1976! - wurde 2003 nach Schweden verkauft. Bis dahin war er in einem Kieswerk bei Babenhausen im Einsatz. Auf die Reise: Im Februar 2003 steht der Babenhausener W 320 abholbereit im Werk. Abgerüstet ergibt sich ein völlig anderes Bild von diesem großen Bagger.
3  Der hier gezeigte Bagger 320015 war 2001 in einem Kieswerk östlich Münchens nur kurzzeitig als Ersatz für einen defekten Eimerkettenbagger im Einsatz. Es dauerte Jahre, bis sich ein neuer Besitzer für den Bagger fand.
4  So präsentiert sich der 320015 nach seiner Aufarbeitung in Norddeutschland. Der grau-schwarze Anstrich steht dem Bagger gar nicht schlecht.

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5  Bei der Rheinbraun waren mehrere große Weserhütte-Bagger im Einsatz. Dieser W 320, fotografiert von W. Strunk im Herbst 2004, kommt fallweise noch zum Einsatz.
6  Bei Venlo an der deutsch-holländischen Grenze baggert ein W 320 seit Jahren in einer großen Kiesgrube. Hier zeigt er sich mit abgelegten Ausleger.
7  Ein W 320 Baukasten? Dieser Bagger wurde für den Transport in wesentliche Baugruppen zerlegt. Jetzt steht er seit längerem am Ziel, ist aber noch nicht wieder zusammengesetzt worden.
8  Von einem anderen W 320 stammt dieses Raupenschiff, dessen Innenseite hier zu sehen ist.

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9 10  Einer der wenigen im Kiesabbau verbliebenen W 320 in Aktion. Man beachte die klappbare Aufstiegleiter am Ende des Umlaufs auf Bild 9, die eine kreative Eigenentwicklung des Besitzers darstellt.
11 12  Das Dach des bei Venlo im Kiesabbau eingesetzten W 320 hat schon den Wechsel von gelb auf schwarz mitgemacht und die hier noch vorhandenen schwarzen Zierlinien fielen der Vereinfachung zum Opfer, wie man auf den Bildern 9 und 10 sehen kann.

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13 14 15 Ein Holländer in Bayern: Der schon oben gezeigte Bagger 320 014 wurde im Sommer 2011 verkauft und in die Nähe von Ingolstadt transportiert. Mit alten Bodenplatten und neuem Anstrich kommt er seitdem dort im Kiesabbau zum Einsatz.
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16 Früher besaß auch die Firma Meister einen "eckigen" W 320, der durch seine seitlichen Werbetafeln sofort auffiel.
17 18 19 Klassische Ansicht eines W 320 der letzten Bauserie mit eckigem Oberwagen. Gesamtansicht des W 320. Die Schleppschaufel mit 4 cubic yards war zur Reparaturzwecken nicht angebaut. Während im Hintergrund schon eifrig gebadet wird, verlassen die letzten Lkw noch die Kiesgrube und der W 320 hat Pause bis Montag.

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20 21 22 Der bereits auf den Bildern 14 bis 16 gezeigte W 320 mit der Baunummer 33 stand am 28. August 2011 in der Nähe von Neuburg an der Donau. Arbeiten konnte er allerdings nicht, das Hubseil war gerissen und die Schleppschaufel lag - gehalten  vom Seil der Einziehwinde - im Wasser. Ein Extrabild sei noch der Rollenkette des Antriebs gewidmet, die in dieser Bauart typisch für amerikanische Baggerhersteller ist.

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23 Die Firma Hülskens in Wesel besaß mehrere Seilbagger mit erhöhten Kabinen, die meist auf Pontons eingesetzt wurden und sowohl bei der Kiesgewinnung als auch bei allgemeinen Naßbaggerarbeiten eingesetzt waren. Dieser W 320 war im August 2000 bei der Firma Nyblad, wo der Bagger auf eine niedrige Kabinenform umgebaut und nach Dänemark weiterverkauft wurde.

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24 25  Auf den ersten Blick nicht als W 320 zu erkennen ist der Pontonbagger des Amts für Strom- und Wasserwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Mai 2009 konnte man ihn von einer Barkasse aus am Fährkanal sehen. Die Maschine aus der letzten Bauserie mit eckigem Oberwagen erhielt ein erhöhtes und deutlich geräumigeres Führerhaus; am kurzen Ausleger hängt ein Greifer mit mehr als drei Kubikmeter Fassungsvermögen.

  Technische Daten
 
Bezeichnung W 320  
Bauzeit 1976 - 1997  
Stückzahl gesamt 49  
Seriennummern 320001 ff.  
Motor MWM D 232-V12, 12 Zyl. CAT 3406 T, 6 Zyl.
Leistung 330 PS, eingestellt auf 277 PS 330 PS, eingestellt auf 292 PS
Gewicht m. Grundausleger max. 107,6 t  
Greiferinhalt 3,0 - 4,0 m³  
Schleppschaufelinhalt 3,5 - 3,8 m³  
Fahrwerk Flachplattenlaufwerk  
Länge Unterwagen 6.100 mm  
Breite Unterwagen 5.100 mm  
Breite Oberwagen 5.050 mm  
Höhe einschl. ausgekl. Stützbock 7.200 mm  
max. Auslegerlänge 47 m  
Datenstand 1978  
 

Maximalleistungen im Kranbetrieb: Mit einem 15 m-Ausleger und einer Ausladung von nur 4,8 m hat der W 320 eine Hublast von 78 Tonnen. Mit einem 47 m-Ausleger und einer maximalen Ausladung von 42 m können noch 900 kg gehoben werden.

  Prospekte und Druckschriften
 
  Prospekttitel von 1982
   
  Fotos dieser Seite: D. Brörkens, B. Bührer, M. Hammink, C. Meinschad, R. Otte-in-Holte, F. Pfeiffer, W. Strunk, R. Timm, E. Weber
UP  |  letztes Update: 04.12.2011