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Seilbagger W 30 und W 40

Trotz der starken Konkurrenz durch Hydraulikbagger konzipierte die Weserhütte 1967 noch einen neuen Kleinseilbagger, der - zuletzt wohl nur noch inoffiziell - bis 1986 angeboten wurde.

Als kleinsten Seilbagger der neueren Typenreihe konstruierte Weserhütte den W 40, der nur wenig mehr als 11 Tonnen auf die Waage brachte. Das Modell musste mit den W 3 und W 5 gleich zwei alte Typen ersetzen. Ebenfalls angeboten wurde der W 30, bei dem ein kürzeres und schmaleres Laufwerk verwendet wurde, um die Wendigkeit des Baggers zu erhöhen. Diese Bauart blieb nicht lange im Programm. Der W 40 wurde bis Anfang der achtziger Jahre angeboten, fand aber nach 1973 nur noch sehr wenige Käufer, da hydraulische Mobilbagger alle Arbeiten des kleinen W 40 besser übernehmen konnten. Wie der W 3 wurde auch der W 30/W 40 mit dem Zusatznamen "Pionier" versehen. Damit wollte man an den guten Ruf und die hohen Verkaufszahlen des Vorgängers anknüpfen.

 
Seilbagger W 30
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1  2 Der W 30 sollte durch sein kürzeres und schmaleres Laufwerk wendiger sein als der ansonsten gleichartige W 40. Die Standsicherheit reduzierte sich dadurch aber. Im Landkreis Pfaffenhofen konnte Anfang 2006 noch dieser 1967 gebaute W 30 aufgespürt werden. Bislang ist er der einzige bekannte Bagger seiner Bauart.

Seilbagger W 40
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1 2  Im Herbst 2009 erschien der W 40 mit der Seriennummer 006 wieder auf der Bildfläche. Wahrscheinlich ist der schon länger abgestellte Bagger zu diesem Zeitpunkt der älteste erhaltene seiner Bauart.

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3  Beachtung sollten hier weniger die Raupen im Hintergrund verdienen. Vielmehr fällt am W 40 das mit breiteren Kettengliedern ausgestattete Laufwerk auf.
4  Als werbewirksamer "Hingucker" diente dieser W 40 an der Einfahrt eines Kieswerks bei Ravensburg. Mit dem Konkurs des Unternehmens verschwand auch der Bagger.
5  Stillleben am Kiessee: Ob dieser W 40 noch vorhanden ist, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

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6  7  In einem Baumaschinenpark bei Berlin wurde dieser W 40 ausgestellt. Der Bagger befand sich in gutem Zustand und sollte mit Aufgabe des Projektes in eine Sammlung in Franken wechseln. Beachtung sollte vor allem der Brunnengreifer im Vordergrund verdienen.

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8  9 10 Einsatz im Herbst 2006: Der neu lackierte W 40 053 arbeitet in Niedersachsen beim Ausbaggern von Bachläufen. Damit der Kleine mit dem langen Ausleger und dem schweren Schlick nicht ins Kippen kommt, hat man ihm kurzerhand einen Betonbrocken als zusätzliches Gegengewicht angesetzt! Die breiten Ketten waren bereits ab Werk zu kaufen. Die dritte Aufnahme zeigt den Bagger im Herbst 2011, eine Zeit, in der es nichts zum baggern gab.
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11  12 Passabel erhalten und noch funktionstüchtig wurde dieser W 40 im September 2009 von möglichen Käufern in Niedersachsen inspiziert.
13 14 In Wasserburg am Inn stand der W 40 mit der Baunummer 045 am 23.02.2003 auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände. Die Typenbezeichnung und am Heck der Herstellername wurden übergroß angeschrieben.

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15 16 17 Leicht verändert zeigt sich der W 40 039: Die Kabine für den Fahrer hatte zwar die richtige Breite, aber nicht die richtige Höhe. Kurzerhand verlängerte der Besitzer das Haus nach oben - zugegebenermaßen sehr gekonnt! Nach Jahren der geschützten Abstellung wartete der Bagger am 03. Dezember 2011 auf seinen neuen Besitzer, der ihn wieder für kleinere Arbeiten nutzen will.

W 40 S: Raupenseilbagger für die Bundesbahn

Kaum bekannt ist, dass auch vom W 40 noch eine Kurzheckversion für die Deutsche Bundesbahn gebaut wurde. Bekannt ist derzeit nur dieser Bagger, der 1975 gebaut wurde und 2007 in Holland stand. Im Vergleich zum hier ebenfalls abgebildeten W 3 S fallen die Unterschiede auf: Traktor-Unterwagen, breitere Kabine, andere Form der Seitenfenster, zusätzliche schmale Klapptür zum Motorraum auf der linken Seite.

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1  2  3 2007 sollte dieser Bagger in den Niederlanden restauriert werden. Leider ist nicht bekannt, ob daraus etwas wurde und in welchem Zustand sich die Maschine heute befindet.
4 Zum Vergleich noch die Aufnahme eines W 3 S.

  Technische Daten
 
Bezeichnung W 30 W 40
Bauzeit 1967 - 1986 1967 - 1986
Stückzahl mind. 5 ~ 160
Seriennummern W 30 30001 ff. 40001 ff.
Motor DEUTZ F3L 912, 3 Zyl. DEUTZ F3L 912, 3 Zyl.
Leistung 40 PS 40 PS
Gewicht m. Greiferausrüstung 10,45 t 11,37 t
Greiferinhalt 0,45 m³ 0,45 m³
Schleppschaufelinhalt 0,4 m³ 0,45 m³
Tieflöffelinhalt 0,3 m³ 0,3 m³
Hochlöffelinhalt 0,3 m³ 0,3 m³
Fahrwerk Traktorlaufwerk Traktorlaufwerk
Länge Unterwagen 2.775 mm 3.015 mm
Breite Unterwagen 2.200 mm 2.600 mm
Breite Oberwagen 2.375 mm 2.375 mm
Höhe Grundgerät 2.600 mm 2.600 mm
max. Auslegerlänge 11 m 11 m
Datenstand 1968 1968
  Prospekte und Druckschriften
 
 

Erster Prospekt des W 40 (links) und Prospekttitel für die Modelle W 30 / W 40 aus dem Jahr 1969.

   
  Fotos dieser Seite: W. Hagl, F. Pfeiffer, Slg. F. Pfeiffer, Schilling
UP  |  letztes Update: 21.01.2012