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Seilbagger W 24

Für den Einsatz in Steinbrüchen konzipierte die Weserhütte bereits 1951 den mächtigen W 24. Viele Geräte wurden von Beginn an ins Ausland exportiert, Spanien, Algerien und Brasilien waren nur einige der Ziele. In Deutschland wurden die meisten Bagger in Steinbrüchen, Stahlwerken und Kohlebergbauen  eingesetzt. Wurden Sie dort überflüssig, erfolgte meist die Verschrottung, denn ihre Größe machte einen Transport aufwändig und teuer. Die beiden letzten kompletten Geräte wurden hier kurz nacheinander im Jahre 2003 verschrottet.
Mehrere dieser Bagger wurden auch als Pontonbagger verkauft, sie wurden fest auf einem Schwimmkörper montiert und dienten in Häfen als Umschlaggeräte und Kräne.

 
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1 In den 1960er Jahren wird ein W 24 der ersten Bauart wahrscheinlich bei Straßenbauarbeiten eingesetzt.
2 In den 1950er Jahren das modernste und beste, was auf Baustellen eingesetzt werden konnte: Ein W 24 belädt einen 200 PS starken Kaelble Muldenkipper im Raum Düren.
3 Vier W 24 waren für den Braunkohletagebau in Dänemark beschafft worden, der 1970 endgültig eingestellt wurde. Im August 1956 kann davon noch keine Rede sein.
4 1969 ist die Arbeit im dänischen Kohlebergbau vorbei und drei der vier W 24 warten auf ihre Verschrottung.

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Ein W 24 der ersten Serie wird hier per Tieflader transportiert. Der Faun-Zugmaschine wird mit dem etwa 77 Tonnen schweren Bagger einiges abverlangt.
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Ein mächtiger W 24 wurde bei Ernsgaden im November 2001 zum Kiesbaggern eingesetzt. Nicht lange danach wurde dieser letzte komplette W 24 in Deutschland verschrottet. Unter Umständen handelte es sich übrigens um den unten gezeigten ehemaligen W 24 S, A-Bock und Rollengehänge deuten darauf hin.
8 Da ist er, der wohl letzte W 24 in Deutschland. In einem Kieswerk dient er als stationärer Förderbandträger, wozu alle nicht benötigten Teile entfernt wurden. Das Foto wurde im Juli 2004 aufgenommen.

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9  10  In den fünfziger und sechziger Jahren war Südamerika ein wichtiger Absatzmarkt für die Weserhütte. Dieser W 24 ist im April 2010 im Hafen von Buenos Aires noch vorhanden und offenbar auch funktionsfähig. Man beachte den Schriftzug am Heck!
11 Zurück in die erste Hälfte der 1950er Jahre führt dieses Bild von einer Messe in Südamerika. Der W 24 entspricht noch der ersten Bauform mit vorne liegender Schiebetüre und großem Seitenfenster.

Seilbagger W 24

Weserhütte bot verschiedene Baggermodelle auch als Pontonbagger an. Neben der eigentlichen Maschine wurde dabei auch das sogenannte Fundament mit dem Drehkranz produziert. Dieses Bauteil wurde mit dem Ponton verschweißt und nahm den eigentlichen Bagger auf.

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12  13 Mehrere W 24 wurden als Pontonbagger verkauft. Einer von ihnen ist im Januar 2007 noch im brasilianischen Porto Allegre zu finden.

Seilbagger W 24 S
  Für den Ausbau der Saar benötigte man um 1960 einen Seilbagger mit überdurchschnittlicher Auslegerlänge. Die Weserhütte konstruierte daraufhin den W 24 S (S = Saar), der einen 41 m langen Gittermast erhielt. Der modifizierte Ausleger eines W 6 diente als Aufrichtmast, außerdem musste der A-Bock verstärkt und das Kontergewicht deutlich vergrößert werden. So umgebaut konnte der Bagger trotz der 41 m Auslegerlänge noch eine Schleppschaufel mit 1,0 m³ tragen. Einzelheiten zu den Abmessungen und Leistungen finden Sie unten bei den technischen Daten.
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  1 Die historische Aufnahme zeigt eindrucksvoll die Reichweite des W 24 S beim Ausbaggern der Saar.
2  3 Nachdem der W 24 S an der Saar nicht mehr benötigt wurde, fanden sich andere Aufgaben für den Einzelgänger. Im Februar 1973 war er durch die Strabag beim Autobahnbau im Pfaffenwinkel eingesetzt, um den moorigen Boden zwischen Murnau und dem Autobahnende in Eschenlohe auszuheben.
  Technische Daten
 
Bezeichnung W 24 W 24 S
Bauzeit 1951 - 1970 ca. 1959
Stückzahl mind. 69 1
Seriennummern 5001 ff. n.n.
Leistung 220 - 260 PS 240 PS
Motor ? n.n.
Gewicht 77 - 83 t 89,0 t
Greiferinhalt 2,0 m³ n.n.
Hochlöffelinhalt 2,5 m³ n.n.
Tieflöffelinhalt 1,75 m³ n.n.
Schleppschaufelinhalt 2,0 - 2,5 m³ 1,0 - 1,5 m³
Grabweite n.n. 48,0 m
Grabtiefe n.n. 27,0 m
Fahrwerk Pendelrollenlaufwerk Pendelrollenlaufwerk
Länge der Raupenbänder 5.200 mm 5.200 mm
Kettenbreite 850 mm 850 mm
Breite Unterwagen 3.660 mm 3.660 mm
Breite Oberwagen m. Seitenpodesten n.n. 5.000 mm
Höhe einschl. Stützbock 5.200 mm 4.100 mm
Höhe m. aufgerichtetem Stützbock n.n. 6.400 mm
max. Auslegerlänge 25,0 m 41, 0 m
Datenstand 1962 1960
  Prospekte und Druckschriften
 
  Eher expressionistischer Prospekttitel von 1952 und deutlich sachlichere Darstellung von 1960.
   
  Fotos dieser Seite: E. Eybye, C. Meinschad, F. Pfeiffer, Slg. F. Pfeiffer, E. Weber
UP  |  letztes Update: 20.05.2011