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Seilbagger W 18

Spätzünder: Warum die Weserhütte mit dem W 18 erst so spät eine wichtige Lücke im Angebot schloss, wird immer im Dunkeln bleiben. Erst 1959 stellte die Weserhütte zur Abrundung des Programms den W 18 vor, dessen Größenklasse damals von den Konkurrenten, vor allem von Menck, bereits besetzt war. Daher konnte der W 18 gegen den Typ M 152 von Menck & Hambrock bzw. den ab 1961 vorgestellten M 154 nicht ankommen. Erst der luftgesteuerte Nachfolger des W 18, der W 180, brachte es auf nennenswerte Stückzahlen. Mehrere W 18 wurden mit Elektroantrieb für Einsätze in Steinbrüchen ausgeliefert. Die hohen Umbaukosten auf Dieselbetrieb führten dazu, dass diese Bagger beim Erscheinen leistungsfähiger Hydraulikbagger im Steinbruch früh verschrottet wurden. Viele Konstruktionselemente des W 18 mussten nicht neu entwickelt werden, sondern wurden vom W 12 übernommen, mit dem der Bagger auch eine große optische Ähnlichkeit aufweist.

 

1 Aus einer ganzen Serie von Einsatzfotos stammt dieses Bild, dass einen W 18 im Steinbruch beim beladen eines Henschel-Lkws zeigt. Man beachte auch den hölzernen Steinschlagschutz am Heck des Baggers und die Förderbandmatten am Umlauf, die ebenfalls dem Schutz vor Felsstücken bei Sprengungen dienen sollen.

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2 Ebenfalls aus der oben erwähnten Serie stammt dieses eindrucksvolle Bild des W 18. Da hier kein Schnee liegt, muss die Aufnahme kurz vor oder nach dem oben gezeigten Bild aufgenommen worden sein.

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3 Lange Zeit stand dieser W 18 mit verstärktem Ausleger im westfälischen Horn-Bad Meinberg. Das Rollengehänge ist eine spätere Zutat, denn in dieser Form wurden die W 18 nicht ausgeliefert.
4 Eine historische Werbeaufnahme der Firma Delmag zeigt eine Ramme dieses Herstellers an einem W 18 montiert während eines Einsatzes im Hamburger Hafen.
5 Einer der letzten aktiven W 18 war dieser Bagger, der noch 2006 in einem niederbayrischen Kieswerk eingesetzt wurde. Er besitzt ein - wahrscheinlich nachträglich eingebautes - Traktorlaufwerk.

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6  In einem aufgegebenen Steinbruch bei Heidelberg war neben vielen weiteren Oldtimern auch dieser W 18 zu finden. Während der Original-Hochlöffel im Gebüsch lag, war der genietete Gittermast eines Menck & Hambrock Dampfbaggers montiert.
7 8 Der selbe Bagger im Frühjahr 2011: Die Maschine wurde optisch hergerichtet, mit dem Hochlöffel wieder vereint und per Tieflader in den Nachbarsteinbruch in Dossenheim gebracht. Dort plant die Gemeinde ein themenbezogenes Museum.

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9  10  11  Nur ein- oder zweimal im Jahr wurde der W 18 der Miltenberger Industriewerke noch in Betrieb genommen, um den Schlammteich auszubaggern. 2008 war damit endgültig Schluss: Nachdem sich kein Käufer fand, wurde der Bagger vor Ort verschrottet.

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12  Im Donaumoos bei Günzburg stand einige Zeit dieser W 18 am Rande eines Kieswerks. Nach 2003 wurde er verschrottet.
13  Gut versteckt stand vor einigen Jahren dieser W 18 mit der Seriennummer 11037 im Gebüsch eines Kieswerks. Mittlerweile dürfte auch diese Maschine verschrottet worden sein.
14  Ein Long-Crawler (LC) Traktorlaufwerk erhielt dieser W 18 nachträglich. Der Bagger wurde auch 2007 noch zum Kiesbaggern in der Nähe des niederbayrischen Landau eingesetzt.

  Technische Daten
 
Bezeichnung W 18
Bauzeit 1959 - 1969
Stückzahl ~ 40
Seriennummern 11001 ff.
Leistung 150 - 175 PS
Motor ?
Gewicht 52 - 55 t
Hochlöffelinhalt Standard 1,8 m³
Hochlöffelinhalt Fels 1,5 m³
Tieflöffelinhalt max. 1,5 m³
Schleppschaufelinhalt 1,8 m³ bei 14 m Ausleger
Greiferinhalt 1,5 m³ bei 12 m Ausleger
Länge Raupenbänder 4.360 mm
Breite Unterwagen 3.400 mm
Breite Oberwagen inkl. Podeste 4.140 mm
Höhe einschl. Rollenbock 4.000 mm
max. Auslegerlänge 20,0 m
Fahrwerk Pendelrollen oder Traktorlaufwerk
Datenstand 1962
 
  Prospekte und Druckschriften
 
 

Prospekttitel und Innenseite aus der Zeit um 1963. Solche doppelseitigen Zeichnungen waren Bestandteil beinahe jedes Baggerprospekts der Weserhütte.

   
  Fotos dieser Seite: S. Bollhörner, P. Meyer, D. Moeller, F. Pfeiffer, M. Schnibbe, Slg. E. Weber
UP  |  letztes Update: 17.05.2011