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Seilbagger W 160 und W 180
Eine große Verbreitung erreichte der Weserhütte Typ W
180, der erstmals um 1968 gebaut wurde und und die beliebte 50-Tonnen-Klasse
im Sortiment abdeckte. Kurz vor der durch einen Konkurs bedingten
Einstellung der Produktion erhielt der W 180 im Jahre 1986 noch ein neues, eckiges
Schutzhaus,
um bei gleich bleibender Technik moderner zu erscheinen.
Parallel zum W 180 mit Stegplatten- oder Traktorlaufwerk bot
Weserhütte die Maschine als W 160 auch mit dem schweren Baggerlaufwerk für den
Steinbruchbetrieb an. Von dieser Version wurden deutlich weniger Maschinen
gebaut. Beide Versionen konnten mit Gittermast oder
Hochlöffel-Ausrüstung bestellt werden.
Neben den beiden
Unterwagen-Bauarten, die von Haus aus angeboten wurden, gab es weitere
Sonderkonstruktionen. Auf Wunsch konnte die Kabine erhöht werden, was bei
Baggern, die im Umschlageinsatz arbeiten, eine bessere Übersicht für den
Fahrer bedeutet. Die realisierten Bauarten wichen optisch deutlich
voneinander ab. Möglich war auch die Ausrüstung mit Elektroantrieb;
mindestens zwei W 180 sind so ausgeliefert worden.
Bei den jüngeren Serien wurde der A-Bock in Transportstellung in
einer Vertiefung des Schutzhauses abgelegt.
Vor der generellen Umstellung auf den eckigen Oberwagen wurde der W 180 179
als Prototyp gebaut. Er wich in Details von der späteren Serie ab. Im
Anschluss an den Prototyp wurden wieder einige Bagger mit dem
rundlichen Oberwagen gebaut.
Natürlich veränderten auch die Besitzer mitunter ihre Bagger. Neben
Zusatzgewichten, Zusatz-tanks oder Klimaanlagen wurden Unfallschäden
individuell ausgebessert. Mehrere W 160 erhielten später neue Fahrwerke mit
Traktorlaufwerk und waren vom W 180 optisch nicht mehr zu
unterscheiden. |
Fahrwerksbauarten
Für den
Einsatz in Steinbrüchen erhielten die Bagger das schwere und vollkommen
gekapselte Baggerlaufwerk. Beim W 160 besitzt es vier Lauf-rollen und
zwei Tragrollen. Der Antriebsturas ist rechts zu sehen.
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Der W 180 wurde gewöhnlich mit einem
Flachboden-Plattenlaufwerk ausgeliefert. Die
geschweißten hohlen Stahlelemente gab es in
verschiedenen Breiten. Sie boten eine gute
Stand-sicherheit und reduzierten durch die große
Auflage-fläche den Bodendruck. Bei diesem W 180 muss die
Kette dringend nach-gespannt werden, die Zahnräder des
Antriebs-turas greifen kaum noch in die Kette!
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Das moderne und heute allgegenwärtige
Traktorlaufwerk mit Stegbodenplatten verschiedener Breite (900 mm /
1.050 mm) konnte wahlweise auch auf die Kette des W 180 geschraubt
werden. Diese Bodenplatten sind sehr viel griffiger als die
Flach-bodenplatten.
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Autobahnbau in den Niederlanden
Mehrere
Weserhütte
W 180 sind mit
Schlitzwand-greifern im Einsatz.
Weiterlesen |
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Typ W 160
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1 2 Im Oktober
2003 fotografierte E. Weber diesen grünen W 160 an einer Umschlagstelle
an der Mosel. Der rechtsseitige Laufgang fehlt und verleiht dem Gerät
ein anderes Aussehen. 2006 war der Bagger immer noch vorhanden - leider
arbeitslos.
3 Was es nicht alles gab: W 160 mit Hochkabine im Steinbrucheinsatz in den
siebziger Jahren. |
Typ W 180
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1 Ein
kurzer Ausleger reicht beim Einsatz mit dem mechanischen
Schlitzwandgreifer aus. Heute ist vieles anders: HOCHTIEF hat keine
eigenen Bagger mehr und Weserhütte-Maschinen sucht man auf solchen
Baustellen ebenfalls vergeblich.
2 Mit einem Schwerlast-Ausleger von Menck und einem Schlitzwandgreifer
wurde dieser W 180 von HOCHTIEF eingesetzt. Beim Blick auf das seitliche
Lüftergitter erkennt man, dass es sich um einen anderen als den in Bild
1 gezeigten Bagger handelt.
3 War früher im Tiefbau aktiv: 2005 ist der W 180 jedoch in einer
Kiesgrube gelandet und muss nun mit der Schleppschaufel arbeiten. |
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4 Ohne Laufgänge und
Geländer wirkt der W 180 eher wie ein W 120. Mit dem hergerichteten
Bagger wird in Mindelheim
Kies gebaggert.
5 Auf beiden Seite der deutsch-luxemburgischen Grenze werden mehrere W 180
im Kiesabbau eingesetzt. Einen davon fotografierte Dario Otte im Herbst 2008.
6 Nicht mehr original ist die Kabine dieses W
180, der ursprünglich eine Hochkabine besaß und später in der hier
gezeigten Form umgebaut wurde.
7 Unter bayrisch
weiß-blauem Himmel steht dieser W 180 im August 2011 an einem Kiessee
bei Neuburg an der Donau. Im Hintergrund reckt ein W 12 seinen Ausleger
in die Höhe. |
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8 9 Der wohl letzte W 180, der mit einer originalen Weserhütte-Ramme RW150
eingesetzt wird, war im Herbst 2007 im ostfriesischen Dornumersiel zu
beobachten. Vom Ponton aus wurden die Spundwände für eine neue
Uferbefestigung gerammt.
10 Ebenfalls
vom Wasser aus arbeitete dieser W 180 bei Uferbefestigungsmaßnahmen am
Rhein bei Andernach.
11 1983
wurde am Münchner Ostbahnhof kräftig für die neue U-Bahnlinie 5 gebaut. Mit dabei
war dieser W 180. |
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12 Kies und Geröll
bringt die Loisach täglich aus den Alpen zum Kochelsee. Damit keine
Verlandung eintritt, baggert dieser W 180 an der Mündung der Loisach in
den See regelmäßig das Gestein aus dem Wasser.
13 Sieht auch in weiß gut aus: Mitten in Niedersachsen verlädt im Sommer
2006 dieser W 180 Sand auf eine Bandanlage.
14 Ein 1979 gebauter W 180 vor
eindrucksvoller Kulisse in einer Sandgrube, fotografiert schon
im Jahre 1988. Nach längerer Abstellzeit sollte der
Bagger 2007 den Besitzer wechseln. |
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15 Immer
wieder schön: Bestens gepflegt arbeitet dieser von Nyblad aufgearbeitete
W 180 seit mehreren Jahren bei Erding.
16 17 Wäre nicht etwas Erde am Laufwerk, würde dieser bei
Trier stehende W 180 als fabrikneues
Gerät durchgehen. Auch einige Jahre später ist der Bagger noch sehr
gepflegt, wie das rechte Bild vom Herbst 2008 zeigt. |
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18 Letzte
Vorstellung: Kurz vor seinem Verkauf war dieser W 180 im April 2005
bereits aus der Kiesgrube zur Werkstatt gefahren worden.
19 Hartes
Los: Im Stahlwerk Bremen musste dieser W 180 im Oktober 2003 Schlacke
zertrümmern. Für wärmere Arbeitstage hat der Bagger eine Klimaanlage auf
dem Dach.
20 Bei der Firma Nowotnik haben Weserhütte Bagger auch im
beginnenden 21. Jahrhundert noch verschiedene Aufgaben zu
erfüllen. Hier ist ein W 180 mit dem Ausbaggern von Schlamm beschäftigt. |
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21 22 In Haltern am See ist 2009 noch ein
Bölling-Seilbagger aktiv. Der Name Bölling ist vor allem Liebhabern
alter Lkw ein Begriff, denn Emil Bölling hat eine beeindruckende
Sammlung aufgebaut, die heute bei der Firma Alga in Sittensen südlich
von Hamburg besichtigt
werden kann.
23 Neue Farbe ist schon
drauf: 2009 wurde in Hamburg ein W 180 hergerichtet, um anschließend
einen neuen Besitzer für die Maschine zu finden.
24 Während die Hänge im
Hintergrund bereits zu Luxemburg gehören und fünf Kilometer hinter
dem Fotografen Frankreich liegt, baggert der W 180 im April 2010 in
Deutschland. |
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25 26 27 Von der Firma Stein in Herne hat es diesen Bagger ins
Alpenvorland im Landkreis Erding verschlagen. Im April 2011
steht er bereit, das vorhandene Kiesloch zu vergrößern. |
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Als der große
Weserhütte-Bestand der Firma Bunte in Papenburg ausgelöst wurde,
fanden viele Maschinen über den Händler Nyblad in Papenburg neue
Besitzer. Im August 2004 steht der 180 182 dort zum Abtransport
bereit.
29 Auch der 180 178 ist seit 2011 neu im Kiesabbau, nachdem er bei
der Firma Stein in Herne nicht mehr benötigt wurde. Frisch
aufgearbeitet zeigt er sich im Oktober 2011 in der Nähe von Bad
Segeberg. |
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30 31 Anfang Dezember 2011 war dieser schon vor Jahren in einem
Kieswerk südlich Augsburg gesichtete Bagger mit der Baunummer
180 013 noch vor Ort, augenscheinlich aber schon längere Zeit
nicht mehr genutzt worden. |
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32 33 Das ist der erste W 180 mit eckigem Oberwagen.
Man erkennt ihn leicht am fehlenden Seitenfenster rechts von der
Kabinentür. Bis zur serienmäßigen Verwendung wurden anschließend noch einige Bagger mit
dem alten Schutzhaus gebaut.
34 1991 wurde bei Sürken der letzte W 180 gebaut, nach 205
Einheiten war die Produktion beendet. Dieser Bagger wird bei der Firma
Hein vor allem im Kiesabbau eingesetzt und wurde von E. Weber Ende 2008 bei Perl fotografiert. |
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35 Stimmungsvolles
Bild des bereits oben gezeigten W 180 bei Perl im Jahr 2008.
36 Im Düsseldorfer Medienhafen war 2003 auch der eckige W 180 der
Firma Stein eingesetzt. Ursprünglich war dieser Bagger mit einem
Elektroantrieb ausgestattet und damit der letzte Seilbagger, den die
Weserhütte mit Elektroantrieb produzierte.
37 Nahe des neuen
Berliner Hauptbahnhofs war der W180 192 der Firma Bunte 2004 abgestellt. |
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40 Der auf Bild 38 noch in Berlin gezeigte W 180 192
wird mittlerweile bestens gepflegt bei der Firma Roy
Boerties in den Niederlanden zum Kiesabbau eingesetzt. Die Aufnahmen
zeigen die Maschine im Jahr 2010. |
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42 Ursprünglich mit der Inventar-Nummer 4209 bei der Firma Bunte in
Deutschland im Einsatz, arbeitet der W 180 194 seit 2004 in
Spanien bei einer Firma für Spezialtiefbau.
43 durch viele Hände ist
der 180 196 gegangen: Er begann seine Karriere 1986 bei der
Firma Hülskens in Wesel, ergänzte dann den größeren W180-Bestand
bei Stein HT in Herne, landete in Ungarn und ist schließlich
seit Herbst 2011 in Schwaben im Kiesabbau tätig. |
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W
180 mit Hochkabine
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1 Immer wieder bieten Seilbagger mit Hochkabine
einen ungewohnten Anblick. Am Main wurde noch im März 2004 dieser
W 180 zum Sand- und Kiesumschlag eingesetzt. Man beachte die abweichende
Bauform im Vergleich zum ganz oben gezeigten W 160 [3].
2 Einige Jahre früher
entstand diese Aufnahme, die den W 180 beim Beladen eines Lkw
zeigt. |
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Technische Daten
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Bezeichnung |
W 180 |
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Bauzeit |
1967 - 1990 |
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Stückzahl gesamt |
202 |
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Seriennummern |
180001 ff.* |
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Motor |
MWM D 232-V8,
8 Zyl. |
Deutz F8L 413,
8 Zyl. |
Caterpillar 3306 T,
6 Zyl. |
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Leistung |
206 PS, eingestellt auf 186 PS |
245 PS, eingestellt auf 186 PS |
255 PS, eingestellt auf 203 PS |
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Gewicht Grundgerät |
max. 55,9 t |
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Gewicht m. Schleppschaufel |
max. 61,0 t |
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Greiferinhalt |
2,5 m³ |
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Schleppschaufelinhalt |
2,5 m³ |
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Fahrwerk W 180 |
Traktorlaufwerk |
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Länge Raupenbänder |
4.950 mm |
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Breite Unterwagen |
3.950 mm |
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Breite Oberwagen |
4.250 mm |
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Höhe einschl. ausgeklappten Stützbock |
5.900 mm |
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max. Auslegerlänge |
23 m |
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Datenstand |
1979 |
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* Die W 160 erhielten keine eigene
Nummernreihe, sondern nur die geänderte Typenbezeichnung auf dem
Fabrikschild. |
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Prospekte und Druckschriften
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Prospekttitel von 1969 (links) und Titel
des Datenblattes
von 1979. |
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Fotos dieser Seite:
R. Aswegen, P. Aust, S. Bongartz, D. van Dijk, E. Enzel, D. Otte, F. Pfeiffer, Slg. F.
Pfeiffer, M. Schöttler, E. Weber |
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letztes Update:
31.01.2012 |