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Die Seilbagger
W 400
W 600
W 800
W 1200 W 1600 W 2400
Ab 1938
ersetzte die "W"-Reihe als dritte Baggergeneration die zu diesem
Zeitpunkt angebotenen Modelle LR 3, LR 5, LR 6 und LR 8-12. Dabei wurden
nicht alle Typen neu entwickelt, sondern es änderten sich teilweise nur
die Bezeichnungen. Aus dem LR 3 wurde der W 400, aus dem LR 5 wurde der
W 600 und aus dem LR 8-12 wurde der W 1200. Neu eingeführt wurden 1938
der große W 1600 und als Nachfolger für den LR 6 der ebenfalls neu
konstruierte W 800. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte man als oberen Abschluss der Baureihe noch den mächtigen W 2400
vor. Soweit es die Verhältnisse zuließen, baute man in Bad Oeynhausen
auch während des Krieges noch vereinzelt Bagger, doch der größte Anteil
an der Produktion hatte bis zur Zerstörung des Werkes der Bau
gepanzerter Radfahrzeuge für die Wehrmacht.
Nachdem ab 1948 unter schwierigen Bedingungen wieder kleine Serien von
Bagger gebaut werden konnten, nutzte man die Konstruktion des W 400 für
den neuen W 4 und die des W 800 für den neuen W 10. |
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Seilbagger W 400
Von diesem
Bagger konnten bislang weder Fotos, noch Prospekte oder technische
Unterlagen gesichtet werden. |
Seilbagger W 600
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1 Zwei Fotos
aus einem alten Prospekt der Weserhütte müssen genügen, um den W 600
vorzustellen. Der Hochlöffel-Bagger ist in einem Kreidetagebau
eingesetzt. Offenbar noch nicht seit langem, sonst hätte der Kreidestaub
den Bagger bereits umgefärbt.
2 Dieser W 600
demonstriert die Planiereinrichtung: Der Löffel wird über das Seil vom
Bagger weggezogen und nimmt dabei Erdreich auf. Anschließend wird der
Ausleger angehoben und der Eimer kann z.B. auf einen Lastwagen entladen
werden. |
Seilbagger W 800
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1 Leider ist
der W 800 angeschnitten, als er 1941 beim Bau einer Reichsautobahn
aufgenommen wurde. Die Maschine gehörte damals der Firma Funke & Co. aus Freital.
2 So präsentierte
die Weserhütte den W 800 auf einer offiziellen Aufnahme. Scheinbar
werden Uferbefestigungs-Arbeiten an einem Fluss durchgeführt.
3 Aus dem
Jahre 1941 stammt diese Aufnahme des W 800 mit der
Baunummer 1805. Der Bagger gehörte der Firma Pittel &
Brausewetter und war beim Bau der Reichsautobahn Breslau
- Brünn - Wien eingesetzt. |
Seilbagger W 1200
Von diesem
Bagger konnten bislang weder Fotos, noch Prospekte oder technische
Unterlagen gesichtet werden. |
Seilbagger W 1600
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1 Einige W
1600 hatten lange Einsatzzeiten. So wurden zwei Bagger im Kohlebergbau
in der Steiermark noch bis Anfang der 1970er Jahre eingesetzt. Auf
diesem Bild ist die Größe des Baggers durch den Maschinisten gut
erkennbar.
2 3 Die
Aufnahmen zeigen einen der steirischen Bagger beim Abtrag der
Deckschicht über einem Kohleflöz und dem Abkippen in den Trichter einer
Bandanlage.
4 Aus und
vorbei: Die beiden W 1600 aus der Steiermark warten Anfang der 1970er
Jahre zusammen mit einem Menck-Elektro-Bagger auf die Verschrottung. |
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5 6 7 Auch
im hessischen Borken waren zwei W 1600 im Braunkohletagebau eingesetzt. Dabei
wurden die zunächst mit Dampfmaschinen angetriebenen Bagger nach dem
Zweiten Weltkrieg auf Elektroantrieb umgebaut. Das mittlere Bild zeigt
noch einen der beiden Bagger mit Dampfantrieb. |
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8 9 10 Dieser
W 1600 hat es bis in die Gegenwart geschafft: Eingesetzt in einem
Steinbruch in Niedersachsen blieb der Elektrobagger schließlich dort
stehen, als modernere Maschinen seine Aufgaben übernahmen. Heute ist er
allerdings nur noch eine rostige Hülle. Die Elektrik und die Motoren
wurden ausgebaut, Vandalismus sorgte für den Rest. Auch hier ist der
Größenvergleich wieder interessant. |
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11 Eine weitere
Ansicht des W 1600, dessen Zukunft 2010 sehr ungewiss ist. Das
Unternehmen, dem der Bagger gehört, trennt sich seit
2008 von vielen abgestellten Baumaschinen an
verschiedenen Standorten. Einen
Liebhaber wird der große Bagger dann wohl nicht mehr finden. |
Seilbagger W 1200
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Der W 2400
als größter Bagger wurde in den Unterlagen mit Dreimaschinendampfantrieb oder
Mehrmotoren-Elektroantrieb angeboten und war allein für die
Gewinnungsindustrie bestimmt. Ob tatsächlich Bagger dieses Typs gebaut
worden sind, ist nicht bekannt, da Fotos bislang nicht aufgetaucht sind. |
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Technische Daten
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Bezeichnung |
W 400 |
W 600 |
W 800 |
W 1200 |
W 1600 |
W 2400 |
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Bauzeit |
1938-1945 |
1938-1945 |
1938-1945 |
1938-1945 |
1938-1945 |
1939-1945 |
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Stückzahlen |
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Motor |
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Leistung |
48 PS |
66 PS' |
86 PS |
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Gewicht |
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Greiferinhalt |
0,28 m³ |
0,45 m³ |
0,60 m³ |
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Hochlöffelinhalt |
0,38 m³ |
0,55 m³''' |
0,75 m³'''' |
1,10 m³ |
1,65 m³'' |
2,40 m³ |
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Tieflöffelinhalt |
0,33 m³ |
0,50 m³ |
0,65 m³ |
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Schleppschaufelinhalt |
0,30 m³ |
0,60 m³ |
0,75 m³ |
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Stampfgewicht |
1.500 kg |
2.000 kg |
2.000 kg |
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Länge Raupenbänder |
2.765 mm |
3.100 mm |
3.400 mm |
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Breite Unterwagen |
2.150 mm |
2.540 mm |
2.830 mm |
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Breite Oberwagen |
2.500 mm |
2.680 mm |
2.950 mm |
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Höhe über Schutzhaus |
2.950 mm |
3.150 mm |
3.740 mm |
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max. Auslegerlänge |
7,40 m |
10,50 m |
11,30 m |
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Datenstand |
1938 |
1939 |
1939 |
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Leider
sind die zur Verfügung stehenden Daten dürftig. Historische Unterlagen,
gerne auch in Kopie, könnten zur Vervollständigung beitragen. Bitte
melden Sie sich unter

' = Anstelle des 2 Zylinder
Dieselmotors konnte auch ein 46 PS Elektromotor eingebaut
werden.
'' = Für loses Material konnte der Bagger auch mit einem 2,15 m³
Hochlöffel ausgestattet werden.
''' = Für leichte Böden konnte auch ein Hochlöffel mit 0,75 m³
eingesetzt werden.
'''' = Für leichte Böden konnte auch ein Hochlöffel mit 1,00 m³
eingesetzt werden. |
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Prospekte und Druckschriften
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Prospekttitel der Baggertypen W 600, W 800
und W 1600 (von links). |
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Fotos dieser Seite:
S. Bongartz, Slg. F. Pfeiffer, B. Sauthoff, R. Timm, Weserhütte |
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letztes Update:
30.07.2011 |