Home
News und Infos
Update-Historie
Firmengeschichte
Bagger und Gewinnungstechnik
Baggerübersicht
Seilbagger
Typen 1908-1945
- L Reihe
- LR Reihe
- W Reihe
Typen 1945-1970
Typen 1967-1997
Sennebogen
Hydraulikbagger
Schaufelradbagger
Eimerkettenbagger
Radlader
Schürfraupen
Transporttechnik
Ziegeleitechnik
Kraftwerksanlagen
Verpackungstechnik
Stahlbau
Berichte
Die Seilbagger  W 400   W 600   W 800   W 1200   W 1600   W 2400

Ab 1938 ersetzte die "W"-Reihe als dritte Baggergeneration die zu diesem Zeitpunkt angebotenen Modelle LR 3, LR 5, LR 6 und LR 8-12. Dabei wurden nicht alle Typen neu entwickelt, sondern es änderten sich teilweise nur die Bezeichnungen. Aus dem LR 3 wurde der W 400, aus dem LR 5 wurde der W 600 und aus dem LR 8-12 wurde der W 1200. Neu eingeführt wurden 1938 der große W 1600 und als Nachfolger für den LR 6 der ebenfalls neu konstruierte W 800. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte man als oberen Abschluss der Baureihe noch den mächtigen W 2400 vor. Soweit es die Verhältnisse zuließen, baute man in Bad Oeynhausen auch während des Krieges noch vereinzelt Bagger, doch der größte Anteil an der Produktion hatte bis zur Zerstörung des Werkes der Bau gepanzerter Radfahrzeuge für die Wehrmacht.
Nachdem ab 1948 unter schwierigen Bedingungen wieder kleine Serien von Bagger gebaut werden konnten, nutzte man die Konstruktion des W 400 für den neuen W 4 und die des W 800 für den neuen W 10. 

 
Seilbagger W 400

Von diesem Bagger konnten bislang weder Fotos, noch Prospekte oder technische Unterlagen gesichtet werden.

Seilbagger W 600
1 2

1 Zwei Fotos aus einem alten Prospekt der Weserhütte müssen genügen, um den W 600 vorzustellen. Der Hochlöffel-Bagger ist in einem Kreidetagebau eingesetzt. Offenbar noch nicht seit langem, sonst hätte der Kreidestaub den Bagger bereits umgefärbt.
2 Dieser W 600 demonstriert die Planiereinrichtung: Der Löffel wird über das Seil vom Bagger weggezogen und nimmt dabei Erdreich auf. Anschließend wird der Ausleger angehoben und der Eimer kann z.B. auf einen Lastwagen entladen werden.

Seilbagger W 800
1 2 3

1 Leider ist der W 800 angeschnitten, als er 1941 beim Bau einer Reichsautobahn aufgenommen wurde. Die Maschine gehörte damals der Firma Funke & Co. aus Freital.
2 So präsentierte die Weserhütte den W  800 auf einer offiziellen Aufnahme. Scheinbar werden Uferbefestigungs-Arbeiten an einem Fluss durchgeführt.
3 Aus dem Jahre 1941 stammt diese Aufnahme des W 800 mit der Baunummer 1805. Der Bagger gehörte der Firma Pittel & Brausewetter und war beim Bau der Reichsautobahn Breslau - Brünn - Wien eingesetzt.

Seilbagger W 1200

Von diesem Bagger konnten bislang weder Fotos, noch Prospekte oder technische Unterlagen gesichtet werden.

Seilbagger W 1600
1234

1 Einige W 1600 hatten lange Einsatzzeiten. So wurden zwei Bagger im Kohlebergbau in der Steiermark noch bis Anfang der 1970er Jahre eingesetzt. Auf diesem Bild ist die Größe des Baggers durch den Maschinisten gut erkennbar.
2  3 Die Aufnahmen zeigen einen der steirischen Bagger beim Abtrag der Deckschicht über einem Kohleflöz und dem Abkippen in den Trichter einer Bandanlage.
4 Aus und vorbei: Die beiden W 1600 aus der Steiermark warten Anfang der 1970er Jahre zusammen mit einem Menck-Elektro-Bagger auf die Verschrottung.

567

5  6  7 Auch im hessischen Borken waren zwei W 1600 im Braunkohletagebau eingesetzt. Dabei wurden die zunächst mit Dampfmaschinen angetriebenen Bagger nach dem Zweiten Weltkrieg auf Elektroantrieb umgebaut. Das mittlere Bild zeigt noch einen der beiden Bagger mit Dampfantrieb.

8910

8  9  10 Dieser W 1600 hat es bis in die Gegenwart geschafft: Eingesetzt in einem Steinbruch in Niedersachsen blieb der Elektrobagger schließlich dort stehen, als modernere Maschinen seine Aufgaben übernahmen. Heute ist er allerdings nur noch eine rostige Hülle. Die Elektrik und die Motoren wurden ausgebaut, Vandalismus sorgte für den Rest. Auch hier ist der Größenvergleich wieder interessant.

11

11 Eine weitere Ansicht des W 1600, dessen Zukunft 2010 sehr ungewiss ist. Das Unternehmen, dem der Bagger gehört, trennt sich seit 2008 von vielen abgestellten Baumaschinen an verschiedenen Standorten. Einen Liebhaber wird der große Bagger dann wohl nicht mehr finden.

Seilbagger W 1200

Der W 2400 als größter Bagger wurde in den Unterlagen mit Dreimaschinendampfantrieb oder Mehrmotoren-Elektroantrieb angeboten und war allein für die Gewinnungsindustrie bestimmt. Ob tatsächlich Bagger dieses Typs gebaut worden sind, ist nicht bekannt, da Fotos bislang nicht aufgetaucht sind.

  Technische Daten
 
Bezeichnung W 400 W 600 W 800 W 1200 W 1600 W 2400
Bauzeit 1938-1945 1938-1945 1938-1945 1938-1945 1938-1945 1939-1945
Stückzahlen ? ? ? ? ? ?
Motor ? ? ? ? ? ?
Leistung 48 PS 66 PS' 86 PS ? ? ?
Gewicht ? ? ? ? ? ?
Greiferinhalt 0,28 m³ 0,45 m³ 0,60 m³ ? ? ?
Hochlöffelinhalt 0,38 m³ 0,55 m³''' 0,75 m³'''' 1,10 m³ 1,65 m³'' 2,40 m³
Tieflöffelinhalt 0,33 m³ 0,50 m³ 0,65 m³ ? ? ?
Schleppschaufelinhalt 0,30 m³ 0,60 m³ 0,75 m³ ? ? ?
Stampfgewicht 1.500 kg 2.000 kg 2.000 kg ? ? ?
Länge Raupenbänder 2.765 mm 3.100 mm 3.400 mm ? ? ?
Breite Unterwagen 2.150 mm 2.540 mm 2.830 mm ? ? ?
Breite Oberwagen 2.500 mm 2.680 mm 2.950 mm ? ? ?
Höhe über Schutzhaus 2.950 mm 3.150 mm 3.740 mm ? ? ?
max. Auslegerlänge 7,40 m 10,50 m 11,30 m ? ? ?
Datenstand 1938 1939 1939      
 

Leider sind die zur Verfügung stehenden Daten dürftig. Historische Unterlagen, gerne auch in Kopie, könnten zur Vervollständigung beitragen. Bitte melden Sie sich unter
 

' = Anstelle des 2 Zylinder Dieselmotors konnte auch ein 46 PS Elektromotor eingebaut werden.
'' = Für loses Material konnte der Bagger auch mit einem 2,15 m³ Hochlöffel ausgestattet werden.
''' = Für leichte Böden konnte auch ein Hochlöffel mit 0,75 m³ eingesetzt werden.
'''' = Für leichte Böden konnte auch ein Hochlöffel mit 1,00 m³ eingesetzt werden.

  Prospekte und Druckschriften
 
  Prospekttitel der Baggertypen W 600, W 800 und W 1600 (von links).
   
  Fotos dieser Seite: S. Bongartz, Slg. F. Pfeiffer, B. Sauthoff, R. Timm, Weserhütte
UP  |  letztes Update: 30.07.2011