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Stahlbau UPDATE
 

 Mit dem Eisenguß und Stahlbau ist die Weserhütte groß geworden. Zu den ersten Produkten, die ab 1844 gebaut wurden, gehörten gußeiserne Zäune, Säulen, Grabkreuze und Fensterrahmen. Später waren Küchenöfen aus Gußeisen im Angebot. Mit dem Aufkommen der Elektrizität verdiente man am Bau eiserner Strommasten, deren größte Exemplare zur Überbrückung der Elbe über 50 Meter hoch waren. 1933 wurden Hallen, Skelettbauten, Dachkonstruktionen, Stützen, Brücken, Freiluft-stationen, Türme und Gittermaste für Hoch- und Niederspannungsleitungen, Bahnen, Beleuchtung, Eisenfüße für Holzmaste, Traversen und Ausleger als Stahlerzeugnisse genannt.
Nach dem Krieg wurden vorwiegend Stahlbauhallen für die eigene Fertigung gebaut, sowie auch vereinzelt für die Stadt bzw. das Staatsbad Oeynhausen, hier ist die Heizzentrale besonders zu erwähnen. Der normale Stahlbau erfolgte in Verbindung mit den zu liefernden Bandanlagen beziehungsweise Komponenten und Aggregaten. Noch in den 1970er Jahren war der Bau des unten gezeigten Hebekranes dem Bereich Stahlbau zuzuordnen.
Hinweis: Hier werden nur wenige Ausschnitte aus dem ehemaligen Lieferprogramm gezeigt.

Eisenmasten und Eisenbauten
Im Juni 1927 erschien diese Annonce, in der die Weserhütte auf eine über 30jährige Erfahrung im Bau von eisernen Gittermasten hinwies.
1929 warb man für den Eisenbau mit dieser Zeichnung einer Fabrikhalle in Stahlskelett-Bauweise.
Hebe- bzw. Flurkran
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Der Hebekran der Weserhütte war eine Entwicklung für die Deutsche Bundeswehr, die das Gerät vor allem beim Ein- und Ausbau von Motoren nutzte. Durch die Hubhöhe von gut vier Metern und eine variabel einstellbare Spurweite war der Hebekran, der auch Flurkran genannt wurde, universell an die Gegebenheiten anzupassen.
Es wurde zunächst eine Vorserie von 8 bis 10 Geräten gebaut. Davon wurde eines mit einer Arbeitsbühne versehen und intern in der Stahlbaufertigung eingesetzt. Bild 1 zeigt das Gerät in der Trommelfertigung. Daneben zwei Werkaufnahmen neuer Hebekräne der ersten Bauart.

Von dem unten gezeigten Modell wurden 100 Stück gebaut und 1970/71 geliefert. Dieses Modell zeichnet sich gegenüber dem Vorläufermodell durch einen senkrechten Hakenhub aus, wie es für einen Motorenein- und ausbau notendig ist. Die Spurweite beträgt max. ca. 2,5 m. Die seitlichen Stütz- oder Führungsholme können für den Transport oder als Staupaket senkrecht nach oben geschwenkt und wieder verriegelt werden.
Damit die Einheit beweglich bleibt, sind am kurzen Ende der Holme noch kleine Stützrollen angebracht, der Ausleger wird in diesem Fall senkrecht nach unten geschwenkt.

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Technische Daten des Flurkrans
 
Bezeichnung Typ 2 t
Bauzeit 1970
Stückzahlen 100
Seriennummern ?
Gewicht Grundgerät ca. 11,5 t
Länge ca. 2.800 mm
Breite eingefahren ca. 1.500 mm
Breite ausgefahren ca. 2.200 mm
Höhe Grundstellung ca. 2.800 mm
Hubhöhe max. 4.000 mm
Tragfähigkeit max. 2.000 kg
Rollgeschwindigkeit 3 km/h bei max. Belastung
Datenstand 1970
  PHB Stahlbau
 

1980 fusioniert die Weserhütte AG mit der PHB Pohlig-Heckel-Bleichert Vereinigte Maschinenfabriken AG, die Standorte in Köln (ehemaliges Pohlig-Werk) und St. Ingbert/Rohrbach im Saarland (das ehemalige Heckel-Werk) besaß. Es entstand die PHB Weserhütte AG mit dem Unternehmenskürzel PWH. PHB war im Stahlbau sehr aktiv und hatte nicht zuletzt durch den Bau von Seilbahnen viel Erfahrung bei komplexen Bauten.
Auch die Abspannung des Olympiastadions in München erfolgt mit Seilen, Ankern und Verbindungselementen von PHB. Zum Zeitpunkt des Baus Anfang der 1970er Jahre konnte niemand ahnen, dass PHB 1980 mit der Weserhütte fusionieren würde.

 
   
  Fotos dieser Seite: S. Braun, Slg. Pfeiffer, Pfeiffer, Slg. H. Windmöller
Technische Informationen zum Flurkran: H. Windmöller
UP  |  letztes Update: 16.02.2012