Home
News und Infos
Update-Historie
Firmengeschichte
Bagger und Gewinnungstechnik
Baggerübersicht
Seilbagger
- Hydraulikbagger
- Hydrowolff
- HW 50
- HW 70R/HW 75R
- HW 70M/HW 75M
- HW 110/HW 150
- HW 130
- HW 250
- Hitachi-Bagger
Schaufelradbagger
Eimerkettenbagger
Radlader
Schürfraupen
Transporttechnik
Ziegeleitechnik
Kraftwerksanlagen
Verpackungstechnik
Stahlbau
Berichte
Hydraulikbagger

Ihrer Zeit waren sie voraus und sie konnten sich gegen die bereits etablierte Konkurrenz nicht durchsetzen. Doch der Ruf der Weserhütte-Hydraulikbagger hat sich bis in die Gegenwart gehalten.

Weserhütte stellte 1962 seinen ersten Hydraulikbagger vor. Zu diesem Zeitpunkt boten andere große deutsche Hersteller, wie Demag und Orenstein & Koppel bereits ein komplettes Sortiment solcher Maschinen im unteren und mittleren Leistungsbereich an. Lange hatte man bei der Weserhütte nicht einsehen wollen, dass diesen Baggern die Zukunft gehören würde. Als man schließlich reagierte und 1962 im Rahmen einer Kooperation mit der französischen Firma Choc* ein erstes Modell anbot, war zum einen die Kundschaft nicht davon überzeugt, dass Weserhütte hydraulische Bagger bauen könne und zum anderen Bedienung und Leistung des Modells qualitativ schlechter als die Modelle der Konkurrenz.
Von Choc hatte man einen Mobil- und einen Raupenbagger des Typs A übernommen und lackierte sie in blau mit den typischen Weserhütte-Zierstreifen in weiß. Statt einer Typenbezeichnung erhielten sie den Namen "Hydrowolff". Ob und wie viele Bagger dieses Typs tatsächlich auf den Markt gekommen sind, ist ungewiss. Allerdings wurde der Bagger auf der Hannover-Messe präsentiert und taucht als Zeichnung auch auf den technischen Datenblättern des später entwickelten, echten Hydrowolffs auf.
Dieser wurde 1964 vorgestellt und auf den Markt gebracht. Vom Choc-Bagger wurde die gegenüber allen anderen Herstellern abweichende Ausleger-Kinematik übernommen. Damit war ein nahezu senkrechtes Baggern in bis zu 9,5 m Tiefe möglich. Auch das Design des Baggers war neu entwickelt worden, besaß aber noch nicht die typischen runden Formen späterer Hydraulikbagger von Weserhütte. Die Kabinenform wurde später nochmals geringfügig geändert, ehe 1969 schließlich der optisch völlig anders konstruierte HW 70 auf den Markt kam.
Kurz zuvor war der neue Mobilbagger HW 70 M vorgestellt worden, der den WESERWOLFF und den PIONIER ablösen sollte. Mit ihm war die runde Bauweise des Oberwagen eingeführt worden, die auch bei der Anfang der 70er Jahre vollzogenen Erweiterung des Angebots um die Modelle HW 50, HW 110 und HW 150 beibehalten wurde. Die Typen HW 110 und HW 150 gingen nicht in Serie, sondern wurden durch den leistungstechnisch dazwischen liegenden HW 130 ersetzt. Schließlich wurde für den Einsatz in Steinbrüchen noch der große HW 250 entwickelt, dessen Äußeres keine der typischen Weserhütte-Stilmerkmale mehr besaß. Ein größerer Verkaufserfolg war allein den Typen HW 70 M und HW 70 R beschieden, die um 1973 in modifizierter Bauweise als HW 75 M und HW 75 R weitergebaut wurden. Während alle anderen Modelle in der zweiten Hälfte der 70er Jahre wieder vom Markt genommen wurden, blieb der HW 75 noch bis Ende 1982 im Angebot.
Leider hat man bei Weserhütte versäumt, die Hydraulikbagger nach ihrer Einführung konsequent weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Potential besaßen die Hydrowölffe auf jeden Fall.

*Choc = Compagnie des engines Hydro mécaniques de Chantiers mit Sitz in Lyon.

Weserhütte Hydraulikbagger



 
   
UP  |  letztes Update: 29.10.2011