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Eimerkettenbagger
E 00   E 0   E I   E II   E III   E IV   E V   E 50   E 75   E 150   E 250   E 500
E 1000   E 2500   ER 0   ER I   ER II   ER III   ER IV   ER 80

 
Oben: Historisches Prospektbild eines Eimerkettenbaggers aus den 1950er Jahren.

Beinahe zeitgleich mit dem Bau der ersten Löffelbagger wurden bei der Weserhütte auch erste Eimerkettenbagger produziert. Sie ergänzten das Angebot vor allem an Maschinen für Ziegeleien und Tongruben, bei denen das Unternehmen in dieser Zeit sicher zu den führenden Herstellern zählte.
Neben Baggern auf Schienen und später auf Raupenketten wurden schon früh schwimmende Eimerkettenbagger mit und ohne Fahrantrieb hergestellt. Allerdings nutzte man die Kenntnisse nicht für den Bau großer Eimerkettenbagger, wie sie zum Beispiel Faller oder Ertmer anboten, sondern beschränkte sich auf Bagger mit maximal 200 Litern Eimerinhalt.
1956 stellte Weserhütte den Bau von Eimerkettenbaggern im Rahmen eines Abkommens mit der Firma Reker aus Lage an der Lippe ein. Weserhütte nahm die Reker-Bagger ins eigene Vertriebsnetz auf, dafür stellte man bei Reker die Entwicklung eigener Seilbagger ein. Interessanterweise existiert ein Datenblatt der lieferbaren Eimerkettenbagger aus dem Jahr 1961. Aufmachung und Bezeichnung ergeben keinen Rückschluss darauf, ob hier Reker-Bagger präsentiert wurden. Die dort enthaltenen Daten sind in den Tabellen unten aufgeführt.
Ab den 1970er Jahren wurden erneut Eimerkettenbagger auf Raupenketten gebaut, die man vereinzelt noch antreffen kann. Von den Maschinen der alten Bauart ist derzeit nur noch eine in der Eifel als Denkmal bei den Trasswerken Meurin bekannt.

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1  2 2002 stellten die Trasswerke Meurin einen ER I von 1942 als Denkmal auf. Leider stimmen die Daten auf einer Infotafel nicht mit denen zeitgenössischer Weserhütte-Prospekte überein, denn Meurin nennt ein Dienstgewicht von 22 Tonnen, während die Unterlagen nur 11,2 Tonnen angeben.
3  4 Vier Jahre später hatten Natur und Witterung dem Bagger bereits deutlich zugesetzt.

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5  6  7  8 In Schwaben wurde dieser ER 80 eingesetzt. Der Bagger wurde 1977 mit der Fabriknummer 2906 gebaut. Auf einigen Bildern ist die Eimerkette zu Wartungszwecken an Land abgelegt und ein defekter Eimer ist ausgebaut.

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9  10 Aus dem Jahr 1973 soll dieser große ER 200 stammen, der bei Biberach eingesetzt wurde und um 2007 zum Verkauf stand.

11Bitte Anklicken zur größeren Darstellung.1213

11 In dem Buch "Tagebaugroßgeräte und Universalbagger" der VEB-Reihe Fördertechnik von Pajer, Jiri; Kurth, Friedrich; Pfeifer, Manfred aus dem Jahr 1979 ist, man möchte es kaum glauben, zwischen fast ausschließlich Skizzen von Maschinen aus VEB-Kombinaten auch diese Skizze eines Weserhütte Eimerkettenbaggers zu finden.
12 Prospektabbildung eines Eimerkettenbaggers auf Raupen, Typ ER 1. Die tiefe Perspektive lässt den 21 Tonnen schweren Bagger größer erscheinen als er tatsächlich ist.
13 Diese wunderschöne Abbildung zierte in den 1950er Jahren den Werbeprospekt der Eimerkettenbagger mit Raupenfahrwerk.

  Technische Daten
  Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörten diese Maschinen zum Angebot:
 
Bezeichnung E 00 E 0 / ER 0 E I / ER I E II / ER II E III E IV E V
Eimerinhalt 15 l 20 l 35 l 50 l 100 l 150 l 200 l
Fahrwerk Schiene Schiene/Raupe Schiene/Raupe Schiene/Raupe Schiene Schiene Schiene
Dienstgewicht 4,5 t 7,4 t 11,2 t 22 t 37 t 47 t 65 t
Datenstand 1935 1935 1935 1935 1935 1935 1935
  Nach 1950 bot die Weserhütte unter anderem diese schienenfahrbaren Eimerkettenbagger an:
 
Bezeichnung E I E 50 E 75 E 150
Eimerinhalt 45 l 12 l 15 l 20 l
Baggertiefe bzw. -höhe 7,0 m n.b. 7,0 m 10,0 m
theor. Leistung max. 90 m³/Std. 24 m³/std. 30 m³/Std. 40 m³/Std.
theor. Leistung mittel n.b. 15 m³/Std. 20 m³/Std. 30 m³/Std.
Fahrwerk Schiene Schiene Schiene Schiene
Spurweite Schiene 1.435 mm 900 mm 900 oder 1.330 mm 1.735 mm
Motorleistung (Diesel/Elektro) n.b. 5 - 6 PS 9 - 11 PS n.b.
Konstruktionsgewicht 16 t 4,2 t 5 - 6 t 9 t
Datenstand 1961 1955 1955 1961
 
Bezeichnung E 250 E 500 E 1000 E 2500
Eimerinhalt 25 l 45 l 60 l 100 l
Baggertiefe bzw. -höhe 12,0 m 14,0 m 16,0 m 20,0 m
theor. Leistung max. 50 m³/Std. 90 m³/Std. 120 m³/Std. 200 m³/Std.
theor. Leistung mittel 40 m³/Std. 70 m³/Std. n.b. n.b.
Fahrwerk Schiene Schiene Schiene Schiene
Spurweite Schiene 2.000 mm 2.400 mm 2.800 mm 3.400 mm
Motorleistung (Diesel/Elektro) n.b. n.b. n.b. n.b.
Konstruktionsgewicht 13 t 22 t 40 t 70 t
Datenstand 1961 1961 1961 1961
  Zu den nach 1950 angebotenen Eimerkettenbaggern auf Raupen gehörten diese Typen:
 
Bezeichnung ER 0 ER I ER II ER III ER IV
Eimerinhalt 25 l 45 l 90 l 150 l 250 l
Baggertiefe bzw. -höhe 5,5 m 8,0 m 9,0 m 11,0 m 14,0 m
theor. Leistung max. 50 m³/Std. 90 m³/std. 180 m³/Std. 270 m³/Std. 450 m³/Std.
theor. Leistung mittel n.b. n.b. n.b. n.b. n.b.
Fahrwerk Raupen Raupen Raupen Raupen Raupen
Motorleistung (Diesel/Elektro) n.b. n.b. n.b. n.b. n.b.
Konstruktionsgewicht 12 t 21 t 34 t 60 t 95 t
Datenstand 1961 1961 1961 1961 1961
 

Von den oben auf Fotos gezeigten modernen Bagger ER 80 und ER 200 liegen derzeit leider keine technischen Daten vor.

  Prospekte und Druckschriften
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  1 Prospekttitel Eimerketten-Trockenbagger von 1940 (Foto: Slg. P. Meyer)
2 Prospekttitel Eimerkettenbagger von 1953
3 Prospekttitel Typ E 50 von 1955
4 Prospekttitel Typ E 75, ca. von 1955
5 Datenblatt von 1961
6 Prospekttitel der Eimerkettenbagger auf Raupen, 1950er Jahre
   
  Fotos dieser Seite: Pfeiffer, Slg. Pfeiffer
UP  |  letztes Update: 29.10.2011