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Förderbänder, Bandanlagen, Bandabsetzer und Raupenbandförderer

Erfolgreich am Markt, doch für den Laien selten zu sehen waren die Schaufelradbagger der Weserhütte, die in der Gewinnungsindustrie und auf Kohlenhalden ihr Einsatzgebiet hatten. Diese Seite wird noch ergänzt.

In der Gewinnungsindustrie sind automatische Bandanlagen nicht mehr wegzudenken, sie befördern das gewonnene Material auf Halden, zur Verarbeitung oder zur Verladung in Eisenbahnen, Lkw oder Schiffe. Damit haben sie die bis in die 1960er Jahre weit verbreiteten Feldbahnen überflüssig gemacht. Wenn die Abbaustelle sich häufiger verändert, kommen neben stationären Bandanlagen auch mobile Anlagen auf Raupenketten zum Einsatz. Bandanlagen stehen in Konkurrenz zu Muldenkippern und Dumpern, die sich den wechselnden Bedingungen am schnellsten anpassen können.
In einfacher Bauart haben Absetzer und mobile Bandanlagen keinen eigenen Antrieb und müssen von Raupen an den richtigen Platz gezogen werden. Größere Anlagen besitzen eigene Antriebe mit Elektro- oder Dieselmotoren. Die Weserhütte hat schon in ihrer Frühzeit Förderbänder gebaut und schließlich über Jahrzehnte solche Bandanlagen in teilweise enormen Abmessungen gebaut. Oft gelangten sie in Kraftwerke, wo sie gemeinsam mit Beschickungsanlagen für die Kohlenhalden benötigt wurden.

1952 führte die Weserhütte ihr Lieferprogramm in diesem Bereich auf: "Gurtförderer ortsfest und beweglich, Bandbrücken, Platten-, Trog- und Kastenbänder, Aufgabe- und Abwurfapparate, Stahlschuppen- sowie Sandvikenbänder, Bunkeranlagen und Abzugsbänder, Rinnenbandförderer, Kurvengurtförderer, Schaukeltransporteure, Becherwerke, Förderschnecken, Auflader, Raupenbandförderer, Schiffsbelade- und Entladeanlagen, Kombinierte Großanlagen stetiger Förderer für jeden Zweck der Materialförderung."

 
Bandabsetzer

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1 In der Mergelgrube Höver in den Nähe von Hannover ist dieser Bandabsetzer im Einsatz. Gebaut wurde er Anfang der 1970er Jahre.
2 Hier wird die Funktion wird deutlich: Von rechts kommt das in der Brecheranlage zerkleinerte Material und wird über den Bandabsetzer zum hinten erkennbaren Trichter geleitet. Von dort führt eine abgedeckte lange Bandstraße in das eigentliche Werk.
3 Herstellername und Fabriknummer sind unübersehbar angeordnet.
4 Der Absetzer bedient eine - hinten erkennbare - schon etwas ältere mobile Brecheranlage von Krupp. In ihrem Umfeld waren früher Weserhütte-Hochlöffel-Seilbagger vom Typ W 270 im Einsatz.

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4 Ein Bandabsetzer vom Typ B/RS 1200 wurde 1974 an den Tagebau Ostheim der Preußen-Elektra AG in Borken verkauft. Nachdem dort 1989 die Braunkohleförderung eingestellt wurde, gelangte der Bandabsetzer 1990 zur Firma Oppermann nach Fritzlar. Gemeinsam mit einem Krupp-Schaufelradbagger Typ Sch RS 250 (Bj. 1972), einem ebensolchen Gerät vom Typ Sch RS 150 (Bj. 1960) und einem 1952 gebauten Bandabsetzer der Firma Maschinenbau Müller aus München fristete das Gerät fast zwei Jahrzehnte ohne Einsatz ein Dasein als 60 Tonnen schwerer Rosthaufen.

  Technische Daten
 
Typ Bandabsetzer B/RS 1200
Gewicht 60 t
Gesamtlänge 40 m
Theoretische Förderleistung 1230 m³/h
Förderbandbreite 1.200 mm
Elektrische Installation 135 kW
Bemerkungen Der Oberbau hat eine hydraul. Höhenverstellung und ist um 360 Grad schwenkbar.
Weitere technische Informationen liegen derzeit leider nicht vor.
  Prospekte und Druckschriften
 
 

Düstere Aufmachung: Prospekttitel von 1952 über Gross-Transportanlagen, Informationsbroschüre über Gross-Förderanlagen aus den frühen 1960er Jahren sowie Prospekttitel über Fördersysteme und Großgeräte für den Tagebau von 1981

  Fotos dieser Seite: Pfeiffer, B. Sauthoff
UP  |  letztes Update: 27.10.2011