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Seilbagger - Die Modelle zwischen 1967 und 1997

Nachdem 1964 mit dem W 60 erstmals ein luftgesteuerter Seilbagger vorgestellt worden war, baute die Weserhütte dieses Angebot in den Folgejahren konsequent aus und nahm die vollmechanischen Seilbagger entsprechend aus dem Programm. Schon 1964 wurde in einem Prospekt auch der W 80 vorgestellt. Ob diese auf dem W 60 basierende Konstruktion wirklich gebaut wurde, ist unklar. Ab 1966 erschien dann der neu konstruierte W 80, und bis 1970 wurden auch die Typen W 30, W 40, W 100, W 120, W 160, W 180 und W 270 vorgestellt. Außerdem gab es einen neuen W 60. 1975 folgte noch der über 100 Tonnen schwere W 320, dessen Oberwagen vom W 270 übernommen worden war. Bis 1986 blieben mit Ausnahme des W 60 alle Typen im Angebot, obwohl die speziell für Steinbrüche vorgesehenen Modelle W 100, W 160 und W 270 kaum noch verkauft wurden. Auch der Kleinbagger W 30/W 40 fand ab Mitte der 1970er Jahre kaum noch Käufer, zu praktisch waren Hydraulikbagger in diesen Aufgabengebieten.

1986 wurden für die Typen W 120, W 180 und W 320 noch neue Schutzhäuser in eckiger Bauweise eingeführt, die den Baggern ein moderneres Äußeres geben sollten. Diese drei Modelle wurden nach dem Konkurs 1987 auch von der Firma Hermann Sürken bis 1992 angeboten und schließlich endgültig vom Markt genommen. Keine Regel ohne Ausnahme: 1990 entstanden bei Sürken zwei W 80, für die extra ein neues eckiges Schutzhaus konstruiert worden war. Und zu guter Letzt baute die Firma Robert Nyblad, die 1994 von Sürken die Konstruktionsrechte übernahm, im Kundenauftrag noch 1995 und 1997 je zwei W 320.

Parallel zu den luftgesteuerten Seilbaggern experimentierte man ab 1975 auch mit vollhydraulischen Seilbaggern. Zunächst wurde 1976 der SW 120 vorgestellt; aus dem Einzelstück wurde nach vielen Umbauten schließlich 1979 der SW 190 mit der Seriennummer 001. Zunächst erschien aber 1978 der SW 530, der größte Bagger, den die Weserhütte bis dahin gebaut hatte. Ein Jahr später wurden dann der SW 140, der SW 190 und der SW 760 vorgestellt. Letzterer übertraf den SW 530 mit einem Gewicht von über 270 Tonnen noch deutlich! Als letzter Seilbagger der neuen Reihe wurde 1980 der SW 310 vorgestellt. Ab 1986 konnten alle Modelle auch in der "H"-Version mit vollhydraulischem Windenantrieb bestellt werden.

Nach dem Konkurs übernahm die bislang mit dem Schiffs- und Stahlbau beschäftigte Firma Hermann Sürken aus Papenburg auch die Modelle SW 140, SW 190 und SW 310 und modifizierte sie. Als SW 141, SW 191 und SW 311 konnten die Bagger in jeweils drei Versionen bestellt werden: "B" für Baggereinsatz, "H" mit vollhydrau-lischem Windenantrieb und "BSL" mit kombiniertem mechanischem und hydrostatischem Antrieb. Nachdem auch Sürken in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, musste der Baggerbau 1994 eingestellt werden. Die Rechte an den modernen Seilmaschinen der Weserhütte fanden keine Kaufinteressenten mehr, Liebherr und Sennebogen hatten mittlerweile eigene Entwicklungen auf dem Markt.

Prospekttitel der Baggermodelle W 160, SW 190 und SW 530


Seilbagger W 160 mit Hochlöffel
Seilbagger SW 190 mit freischwingendem Vibrator
Der Größte: Seilbagger SW 760 auf dem Werkshof
   
UP  |  letztes Update: 28.01.2012