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Um Kooperationen und Vertriebspartnerschaften war die Weserhütte nie verlegen. Mit Hitachi arbeitete man sechs Jahre zusammen.

1980 war der "Abverkauf" der letzten auf Vorrat produzierten HW 75 Bagger noch nicht beendet, als Weserhütte Generalimporteur für den japanischen Baggerhersteller Hitachi wurde. In Europa wurden Bagger dieses Herstellers ab Anfang der 1970er Jahre eingeführt. Während die Maschinen zunächst in Lizenz beim niederländischen Seilbaggerhersteller Hovers gebaut wurden, vertrieb das Unternehmen die Bagger später über das Vertriebsnetz der Nichimen-Komatsu Baumaschinen in Deutschland. Nachdem Komatsu seine eigenen Bagger in Europa auf den Markt brachte, wurde das Agreement aus markstrategischen Gründen wieder beendet. Weserhütte bot sich als neuer Vertriebspartner und Importeur an, weil man so moderne Hydraulikbagger ins Angebot nehmen konnte. Für die Japaner war das Know-how der Deutschen wichtig, da die aus Japan angelieferten Bagger zum Teil noch montiert und für den deutschen Markt modifiziert werden mussten. Nach sechs Jahren beendete man 1986 die Zusammenarbeit wieder. Hitachi-Bagger wurden fortan in einem japanisch-italienischen Joint Venture mit Fiat in Italien entwickelt und über die Fiatallis-Händler in Europa vertrieben. Aus Weserhütte-Zeiten ist nur ein Prospekt übrig geblieben.
(Quelle: Böge/Volkwein: Weserhütte Bagger)

Bemerkenswert erscheint aus heutiger Sicht auch eine Textpassage, mit der Werbung gemacht wurde: "Jeder Mitarbeiter der erfahrenen Hitachi-Gruppe ist dazu aufgefordert, optimale Leistungen innerhalb eines breiten Verantwortungsbereiches zu erbringen. Sie müssen jederzeit, unter allen Voraussetzungen und schwierigsten Einsatzbedingungen ihr Bestes geben." Man könnte meinen, es werde über die Bagger geschrieben und nicht über die Mitarbeiter ...

 
Hitachi Bagger UH052, UH071, UH081, UH 801
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1 Hitachi UH081 mit Greifer. Mit 18,5 Tonnen Dienstgewicht hätte er sich in Deutschland sicher besser vermarkten lassen.
2 Der 11,4 Tonnen schwere UH052 deckte schon damals den Markt der Kompaktbagger ab. In Deutschland konnte Weserhütte die Maschine dagegen nur schwer vermarkten.
3 Der UH801 war explizit für die Gewinnungsindustrie konzipiert. Mit 157 Tonnen Gewicht, 800 PS Motorleistung und einem Löffelvolumen von 8,4 m³ war er der größte Hitachi-Bagger seiner Zeit.

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4 Aus der Sammlung von Dario Otte-in-Holte stammt dieses historische Einsatzbild eines Hitachi-Weserhütte Baggers in Westfalen.
5  6 Am 31.01.2010 wurde dieser UH081 im Raum Minden/Westfalen entdeckt. Unter dem Lack des einsatzbereiten Baggers waren noch die Weserhütte-Aufkleber zu erkennen.

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7  8 Bei Cuxhaven konnte im Juli 2009 noch ein UH 071 entdeckt werden, der auf dem Gelände einer Biodiesel-Anlage gelegentlich auch eingesetzt wurde.

  Technische Daten
  Bitte klicken Sie aus der Prospektansicht unten die entsprechende Seite 7 an, um die wesentlichen Daten der Hitachi-Bagger zu sehen.
  Prospekte und Druckschriften
 
  Der achtseitige Prospekt ist weitgehend im typischen Weserhütte-Aussehen gehalten.
   
  Fotos dieser Seite: Weserhütte, D. Otte-in-Holte
UP  |  letztes Update: 09.09.2011